Eine weiß gelesene migrantische Barangestellte wurde von zwei Gästen beim Schließen des Lokals gefragt, ob es hier noch ein anderes Lokal mit „deutscher Bewirtschaftung“ gebe, da sie sich in nicht deutsch geführten Lokalen nicht wohlfühlen würden. Als die Barangestellte sagte, dass sie ebenfalls nicht deutsch sei, erwiderten die beiden Gäste, dass sie aber „deutsch genug“ aussehe. Die Aussage der Gäste, dass sie sich nur bei „weißer“ Bewirtschaftung wohlfühlen würden, wertet alle Menschen ab, die aus ihrer Sicht nicht als „weiß genug“ oder „deutsch genug“ gelten. Die Angestellte empfand die Aussage als rassistisch, fühlte sich beleidigt und bat die Gäste zu gehen. Das „Deutschsein“ wurde hier mit „Weißsein“ gleichgesetzt. Dies verweist auf eine Zugehörigkeit zur deutschen Bevölkerung, die über rassistische Zuschreibungen äußerer Merkmale definiert wird, und deutet auf ein rassistisch-völkisches Verständnis von Deutschsein hin.















