• FriedhofHallesches

Serie von Wolfsangeln im südlichen Friedrichshain

Vom Markgrafendamm über Seumestraße, Boxhagener Platz, Kreutzigerstraße bis Petersburger Straße wurde gleich von mehreren Melder*innen eine Serie von angebrachten Wolfsangeln in den Farben weiß, gelb, schwarz und blau gemeldet. Sie waren u. a. an Fassaden, an Laternenasten und Pollern angebracht.
Zusätzlich wurden im selben Gebiet weitere, der Wolfsangel sehr ähnlich sehende, teils auch an Hakenkreuze erinnernde Schmierereien gemeldet. Auch diese wurden unkenntlich gemacht.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der „SA-Standarte Feldherrenhalle“ sowie dem „Nationalsozialistischen Schülerbund“ Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.