• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

23.03.2025

LGBTIQ*-feindlicher Angriff in Friedrichshain

Bereits beim Einsteigen auf dem Bahnhof Treptower Park in die S 42 Richtung Ostkreuz beleidigte ein Mann mittleren Alters eine Transfrau mehrfach. Er folgte ihr wütend in die Bahn und drängte sie in eine Ecke. Eine beobachtende Person stellte sich dazwischen, um eine räumliche Trennung herzustellen. Die Transfrau stieg später aus, der Mann auch. Aus der Bahn heraus konnte noch beobachtet werden, wie der Mann hinter der Frau herlief, sie einholte und bespuckte und ein weiterer Mann der Transfrau zu Hilfe kam.
Im weiteren Verlauf wurden in der S-Bahn von mindestens fünf Fahrgästen LGBTIQ*-feindliche und rassistischer Beleidigungen über die Transfrau geäußert.

Quelle:  Meldestelle L-Support

LGBTIQ*-feindlicher Angriff in Friedrichshain

22.03.25

Pöbeleien durch Teilnehmer*innen einer Neonazidemo am S-Bhf. Ostkreuz

Gegen 21:00 Uhr prahlten drei Teilnehmer der extrem rechten Demonstration des selben Tages am S-Bhf. Ostkreuz lauthals damit, dass sie in Köln eine migrantische Person zusammengeschlagen hätten. Umstehende fühlten sich davon bedroht.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Pöbeleien durch Teilnehmer*innen einer Neonazidemo am S-Bhf. Ostkreuz

22.03.25

Pöbeleien durch Teilnehmer*innen einer Neonazidemo am S-Bhf. Warschauer Straße

Eine größere Gruppe Teilnehmer*innen der am selben Tag am Ostkreuz stattgefundenen extrem rechte Demonstration pöbelte aggressiv gegen 18:15 Uhr auf dem S-Bhf. Warschauer Straße. Für Reisende war die Situation bedrohlich. Der S-Bahn-Verkehr wurde kurzzeitig eingestellt.
Als die Polizei mit einem Gefangenentransporter vorfuhr, flüchteten die Neonazis in die bereits wieder fahrende S-Bahn Richtung Ostkreuz.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Pöbeleien durch Teilnehmer*innen einer Neonazidemo am S-Bhf. Warschauer Straße