• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

06.10.24

Antisemtischer Angriff von Demonstrationsteilnehmenden auf Touristen in der Kochstraße

Teilnehmer*innen einer pro-palästinensischen Demonstration mit dem Titel “Ein Jahr Genozid – und die Welt schaut zu! Gegen Polizeigewalt!” griffen eine israelische Touristin und ihren Vater in der Kochstraße an. Die beiden Touristen gerieten auf dem Rückweg in ihr Hotel in die antisemitische Demonstration. Demoteilnehmer*innen fiel der kleinen gelbe Schleifenanstecker, der an die Geiseln in der Hamas-Gefangenschaft erinnert, an der Jacke der jungen Israelin auf. Sie wurde geschubst und von ca. einem Duzend Personen umringt, die sie anschrien und an ihr zerrten. Als der Vater seiner Tochter zu Hilfe eilte, wurde er mit einem spitzen Gegenstand an der Hand und seiner hinteren Kniekehle verletzt. Einige Angreifende konnten identifiziert und vier von ihnen umgehend durch die Polizei festgenommen werden.

Quelle: Polizei Nr. 2037, BZ vom 07.10.24

Antisemtischer Angriff von Demonstrationsteilnehmenden auf Touristen in der Kochstraße

06.10.24

Antisemitismus auf Demonstration in Kreuzberg

Einen Tag vor dem Jahrestag des Angriffs der Hamas auf Israel zog eine pro-palästinensische Demonstration mit rund 3.500 Teilnehmenden gegen 14:30 Uhr vom Kottbusser Tor bis zum Kottbusser Damm Ecke Lenaustraße. Dabei wurde in Reden, auf Transparenten und in Parolen wie „From the River to the Sea, Palestine will be free“ oder „Kindermörder Israel“ antisemitische Aussagen verbreitet. So betitelte ein Redner den 7. Oktober 2023 als „heldenhaften palästinensischen Widerstand“. Ein weiterer äußerte, man werde weiter demonstrieren, bis auch Jerusalem und Haifa „befreit“ seien. Haifa ist eine Stadt im Norden des israelischen Staatsgebietes fernab des Gazastreifens und des Westjordanlandes. Pressevertreter*innen wurden angepöbelt und als „Lügenpresse“ und „Zionisten“ bezeichnet.

Quelle: Polizei Nr. 2040, JFDA e. V., rnD vom 06.10.24

Antisemitismus auf Demonstration in Kreuzberg

04.10.24

Sticker gegen politische Gegenerschaft in der Proskauer Straße

In der Proskauer Straße wurde ein Sticker entdeckt, auf dem stand „FCK GRN“ (Fuck Grüne). Der Sticker richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Sticker gegen politische Gegenerschaft in der Proskauer Straße