• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

13.06.2026

Verteilung rassistischer Propaganda an einem Wahlkampfstand einer Partei am Platz der Vereinten Nationen

Am 13.06. veranstaltete der Bezirksverband der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) einen Infostand am Platz der Vereinten Nationen. Dort wurde unter anderem die AfD-Zeitung „Blauer Bote“ in der Ausgabe „Frühling 2026“ verteilt. In einem Artikel der Zeitung wird das Bild eines vermeintlich ungebremsten Stroms von Migrant*innen nach Berlin bedient. Dies wird in einen Zusammenhang mit einer Zunahme von Kriminalität, sexuellen Übergriffen und der Überlastung von Behörden gebracht. Zudem werden in einem weiteren Artikel Personen aus dem Ausland für zunehmende „Bandenkriege“ in Berlin verantwortlich gemacht. Damit werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen und dazu geeignet sind, nicht-weiße Personen pauschal als Bedrohung darzustellen. Die Inhalte können daher als rassistisch eingeordnet werden.

Quelle: Facebook

Verteilung rassistischer Propaganda an einem Wahlkampfstand einer Partei am Platz der Vereinten Nationen

12.06.26

Hakenkreuz im Wriezener Park

Angebracht war ein Sticker mit der Aufschrift „Antisemitismus ohne mich“ und zwei Hände, die sich schützend um einen Davidstern legen. Über den Davidstern wurde ein Hakenkreuz eingeritzt.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Hakenkreuz im Wriezener Park

12.06.26

Rassistische Beleidigung und Bedrohung in der Zeughofstraße

Am Nachmittag wurde gegen 15:10 Uhr eine 53-jährige Frau vor einem Ladengeschäft in der Zeughofstraße von einer 59-Jährigen auf ihr Kopftuch angesprochen und rassistisch beleidigt. Dann hat sie mit einem Messer Stichbewegung in Richtung der Betroffenen gemacht. Die alarmierte Polizei nahm die Frau fest.

Quelle: Polizeimeldung Nr. 0710 vom 13.06.2026

Rassistische Beleidigung und Bedrohung in der Zeughofstraße