• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

03.02.24

Rassistische Pöbelei am S-Bahnhof Ostkreuz

Eine Gruppe von vier Männern pöbelte am S-Bahnhof Ostkreuz um ca. 15:30 Uhr gegen eine Gruppe von Jugendlichen rassistische Dinge. Sie entfernten sich Richtung Markgrafendamm.

Quelle: Berliner Register

Rassistische Pöbelei am S-Bahnhof Ostkreuz

28.02.24

Rassistischer Spruch im Urbankiez

An einem an einer Hausfassade in der Wilmsstraße angebrachten Briefkasten wurde der rassistische Spruch „Ukraine raus“ entdeckt.

Quelle: Berliner Register

Rassistischer Spruch im Urbankiez

31.01.24

Hass-Mails aufgrund eines queer-feministischen Krippenspiels in der Galiläa-Kirche

Am Heiligabend wurde auf Einladung des Evangelischen Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte in der Galiläa-Kirche in der Rigaer Straße das 1. queer-feministisches Krippenspiel Berlins aufgeführt. Im Anschluss gab es ein Fest mit Drag-Show und gemeinsamen Essen. Angesprochen werden sollten Menschen, die den Abend oft alleine verbringen. Aufgeführt wurde das Krippenspiel vom feministischen Berliner Chor-Kollektiv. Der Kirchenkreis wollte damit ein Zeichen für Vielfalt und vielfältige Lebensformen setzen.
Wie erst später bekannt wurde, erhielt die Pfarrerin nach der Ankündigung des Krippenspiels und in der Folgezeit über 2000 Hass-Mails.

Quelle: Jugend[widerstands]museum

Hass-Mails aufgrund eines queer-feministischen Krippenspiels in der Galiläa-Kirche