• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

02.05.23

Rassistische Schmierei an einem Blumenaufsteller am Lausitzer Platz

An einem begrüntem Holzaufsteller an der Ecke Lausitzer Platz / Waldermarstraße wurde mit roter Schrift der Spruch „I hate N-Wort“ geschmiert. Eine Person wandelte den Spruch bereits um und überschrieb mit schwarz das „H“ mit einem „D“. Eine weitere Person veränderte den Spruch komplett in „Ich Date NIE“ und drei Herzen.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Rassistische Schmierei an einem Blumenaufsteller am Lausitzer Platz

30.04.23

III. Weg Sticker im Barnim- und Friedenstraßen-Kiez

Kontinuierlich werden Sticker vom III. Weg, überwiegend im Bereich Platz der Vereinten Nationen, Weydemeyerstraße und Strausberger Straße, entfernt. Das Stickeraufkommen reicht von täglich 5 oder mehr Sticker bis zwei Wochen keine Sticker. Inhaltlich richten sich die Sticker gegen politische Gegnerschaft und/oder sind rechte Selbstdarstellung.

Quelle: Bürger*innenmeldung

III. Weg Sticker im Barnim- und Friedenstraßen-Kiez

29.04.23

Racial Profiling am Kottbusser Tor

Nach einem Clubbesuch wollten vier Freund*innen mit der U-Bahn nach hause fahren. Gegen 4:00 Uhr wird am Kottbusser Tor plötzlich ein Schwarzer Mann der Gruppe von der Polizei ohne Ansprache oder Vorwarnung aus der Bahn gezerrt. Er wird von 5-6 Polizist*innen am Boden fixiert und ihm wird mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der zweite Schwarze Mann der Gruppe versuchte daraufhin dem Mann beizustehen. Auch die beiden Begleiterinnen (eine weiße und eine Schwarze Frau) werden zu Boden gestoßen. Die Schwarze Frau wird von einem Polizisten als „Schlampe“ beschimpft und gewürgt. Von den Verletzungen sollen Fotos angefertigt worden sein. Ohne Gegenwehr wurden den Frauen Handschellen angelegt. Ein Polizist bekennt sich lachend und in Hörweite anderer zur Beleidigung am Einsatzort. Seine Dienstkarte wird den Geschädigten trotz mehrfacher Aufforderung erst in der Zelle ausgehändigt, ohne die Möglichkeit der Überprüfung. Die beiden Frauen werden gegen 8:00 Uhr entlassen. Die Polizei erklärt zu keinem Zeitpunkt ihr aggressives und demütigendes Vorgehen. Zu den beiden Männern liegen keine weiteren Informationen vor.
Die Szene am Kottbusser Platz wurde von Passant*innen gefilmt. Die Betroffenen suchen über Social Media nach den Zeug*innen und dem Filmmaterial.

Quelle: BZ vom 30.04.23, Twitter

Racial Profiling am Kottbusser Tor