• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

13.12.25

Antisemitische Demonstration in Friedrichshain

Um 18:00 Uhr startete am Helsingforser Platz die Demonstration „„ACAB = Krieg dem System“ in deren Vordergrund der Naostkonflikt stand und an der bis zu 1000 Menschen teilnahmen. ACAB stand für: „All Colonizers are targets. Land back. Glory to the resistance“ (Alle Kolonisatoren sind Ziele. Land zurück. Ruhm dem Widerstand).
In den Aufruf-Veröffentlichungen wurde dem Motto der Zusatz „From the river to the sea – Intifada bis zum Sieg!“ beigefügt und Israel wurde durchweg in Anführungszeichen geschrieben. Diese Schreibweise suggeriert, Israel sei kein echtes Land und habe kein Existenzrecht. Bezogen auf die Parole „All Colonizers are Targets“ bedeutet dies, dass alle jüdischen Israelis grundsätzlich legitime Ziele für den „Widerstand“ seien. Dies impliziert möglicher Weise auch Anschläge gegen israelische Jüd*innen, bis das Land Palästina „from the River to the Sea“ judenfrei ist. Die Aussage „Glory to the Fighters“ oder „Intifada bis zum Sieg“ meint die Terrororganisation Hamas und ihre Anhänger*innen, dieses Ziel umzusetzen. Die Parolen wurden auch von Teilnehmer*innen der Demo skandiert.
Die Demo startete kurz vor 20.00 Uhr am Helsingforser Platz und zog u. a. durch die Marchlewskistraße, Grünbergerstraße und Rigaer Straße. Zur hören waren u. a. Sprechchöre: „Israhell“, was eine Dämonisierung Israels darstellt.
Enden sollte der Aufzug in der Warschauer Straße. Ein Großteil der Aggressionen richteten sich gegen die Polizei, die die Demonstration gegen 22:30 Uhr auflöste.

Quelle: Tagesspielgel, RBB24, JFDA auf Facebook vom 14.12.25 

Antisemitische Demonstration in Friedrichshain

12.12.25

Homofeindliche Schmiererei an der Warschauer Straße

Ein Werbeplakat des Musikers „Bosse“ an der Warschauer Straße wurde mit dem Schriftzug „Schwuchtel“ und einem Pfeil auf das Gesicht des Musikers beschmiert.

Quelle: Register Charlottenburg-Wilmersdorf 

Homofeindliche Schmiererei an der Warschauer Straße