• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

20.01.2026

Rassistische Äußerungen vor einem Konzert in Friedrichshain

Vor einer Veranstaltungsarena, in der ein Sänger auftrat, der über viele Jahre extrem rechte und antisemitische Verschwörungsideologien verbreitete, fand ein kleiner Protest unter dem Titel „No Soul in Antisemitism“ gegen den Auftritt des Sängers statt. Der Sänger leugnete in der Vergangenheit den Holocaust, vertrat Reichsbürger- und QAnon-Verschwörungsideologien und war ein bekannter Vertreter der Querdenkenbewegung. Vor dem Veranstaltungsort fiel ein Konzertbesucher besonders auf. Ein Mann forderte die Polizei auf, die Protestler festzunehmen, da die „Antifa ja verboten sei“. Kurz darauf beschimpfte er die Protestler und regte sich lautstark darüber auf, dass man ja nicht einmal mehr „Kan*ke“ zu Ausländern sagen dürfe. Weitere Personen äußerten sich abfällig und verständnislos über die Protestler.

Quelle: Antischverschwurbelte Aktion, Berliner Zeitung vom 21.01.26

Rassistische Äußerungen vor einem Konzert in Friedrichshain

20.01.2026

NS-Runen im U-Bhf. Samariterstraße geschmiert

Auf einem Sticker gegen Faschisten wurden ein geschmiertes Hakenkreuz und SS-Runen unkenntlich gemacht.

Quelle: Bürger*innenmeldung

NS-Runen im U-Bhf. Samariterstraße geschmiert

20.01.26

Rechte Sticker am U-Bhf. Mehringdamm

Im U-Bhf. Mehringdamm wurden auf dem Bahnsteig Richtung Rathaus Spandau zwei rechte Sticker entdeckt. Einer trug die Aufschrift „Zeit zum Aufwachen“ und machte Werbung für einen extrem rechten österreichischen TV-Sender, der auch in Deutschland als Unterstützer der extrem rechten Szene immer wieder in Erscheinung tritt. Der andere stammt aus einem extrem rechten Onlinehandel aus Halle und trug die Aufschrift „Kein Geld für Propaganda / GEZ / Gesetzlich legalisierter Diebstahl“.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Rechte Sticker am U-Bhf. Mehringdamm