• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

04.06.26

Antisemitische Schmierereien am Sommerbad Kreuzberg (Prinzenbad) und im Besselpark

Am Fotoschlitz des Kinderplanschbeckens im Sommerbad Kreuzberg wurde die angebrachte antisemistische Parole „FRISS KÄFER GOY!“ übermalt. Die Parole greift die Verschwörungserzählung auf, eine angeblich von Jüd*innen kontrollierte Elite wolle Nichtjüd*innen bevormunden und ihnen bestimmte Lebensweisen aufzwingen.
Im Besselpark, nahe des jüdischen Kindermuseums, wurde an einem Müllteimer die antisemitische Parole „THE GOYM KNOWS“ entdeckt. Der Ausdruck stammt aus antisemitischen Internet-Milieus und soll suggerieren, Nichtjüd*innen hätten angeblich geheime Machenschaften einer jüdischen Verschwörung „durchschaut“.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Antisemitische Schmierereien am Sommerbad Kreuzberg (Prinzenbad) und im Besselpark

01.06.26

Sozialchauninistischer Angriff im Markgrafendamm

Gegen Mitternacht beobachtete ein Zeuge zwei Männer am Markgrafendamm nahe Laskerstraße. Einer schlug mit einem Baseballschläger auf zwei mutmaßliche Obdachlose ein, der andere sicherte in kurzer Entfernung den Angriff ab.
Als diese Person den Zeugen erblickte, machte er mit der Hand eine eindeutige Geste in seine Richtung: Er drohte, in dem er andeutete, ihm die Kehle durchzuschneiden.
Der Zeuge wählte den Notruf. Als Krankenwagen und Polizei eintrafen, waren die Täter bereits geflüchtet.

Quelle: Berliner Register

Sozialchauninistischer Angriff im Markgrafendamm

01.06.2026

Antisemtische Parole an der Blücherstraße

An der Ecke Blücherstraße / Urbanstraße wurde an der Rückseite einer Geschäftszeile die antisemitische Parole „ISRAHELL DIE“ geschmiert.
Zudem wurden nur wenige Meter entfernt der Synagoge am Fraenkelufer der Spruch „Free Gaza“ und an der Friedhofsmauer Zossener Straße der Spruch „Stop IDF Rapists“ und mehrere Palästina-Flaggen angebracht. Auf dem Friedhof haben viele jüdische Menschen ihre letzte Ruhestätte.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Antisemtische Parole an der Blücherstraße