• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

06.10.26

Hakenkreuz in der Krossener Straße

An einer Hausfassade wurde mit weißer Farbe ein Hakenkreuz angebracht.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Hakenkreuz in der Krossener Straße

05.10.26

Serie von Wolfsangeln im südlichen Friedrichshain

Vom Markgrafendamm über Seumestraße, Boxhagener Platz, Kreutzigerstraße bis Petersburger Straße wurde gleich von mehreren Melder*innen eine Serie von angebrachten Wolfsangeln in den Farben weiß, gelb, schwarz und blau gemeldet. Sie waren u. a. an Fassaden, an Laternenasten und Pollern angebracht.
Zusätzlich wurden im selben Gebiet weitere, der Wolfsangel sehr ähnlich sehende, teils auch an Hakenkreuze erinnernde Schmierereien gemeldet. Auch diese wurden unkenntlich gemacht.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der „SA-Standarte Feldherrenhalle“ sowie dem „Nationalsozialistischen Schülerbund“ Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.

 

Quelle: Bürger*innenmeldungen, Berliner Register 

Serie von Wolfsangeln im südlichen Friedrichshain

03.10.26

Wolfsangel auf dem Spielplatz Lohmühleninsel

Auf eine Tischtennisplatte auf dem Spielplatz auf der Lohmühleninsel wurde gegen 18:45 Uhr eine geschmierte Wolfsangel entdeckt.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Wolfsangel auf dem Spielplatz Lohmühleninsel