• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

01.07.2026

Rassistischer Angriff auf einen Essenslieferanten in der Palisadenstraße/Friedenstraße

Gegen 12:00 Uhr kam es an der Ecke Palisadenstraße/Friedenstraße in Friedrichshain zu einem rassistischen Angriff auf einen Essenslieferanten. Nach einer Verkehrsunstimmigkeit zwischen zwei Fahrradfahrern beschimpfte ein etwa mitte 30 jähriger, weißer Mann auf einem Fahrrad den betroffenen Kurier, der als Person of Color beschrieben wurde. Der Mann fuhr neben dem Betroffenen her, spuckte auf den Boden und trat ihm zweimal heftig gegen das Bein. Anschließend fuhr er weiter und beleidigte den Kurier lautstark rassistisch, unter anderem als „Kanacke“ und „Hund“. Etwa vier Zeug*innen sprachen den Betroffenen danach an, boten Unterstützung an und fragten, ob er die Polizei rufen wolle. Der Kurier verneinte dies und fragte, ob die Zeuginnen gesehen hätten, was passiert war.

Quelle: Berliner Register

Rassistischer Angriff auf einen Essenslieferanten in der Palisadenstraße/Friedenstraße

01.07.2026

LGBTIQ*-feindliche Beleidigung im Fahrstuhl am S-Warschauer Straße

Eine Transfrau wurde gegen 9:30h im Fahrstuhl am S-Bahnhof Warschauer Straße mit Beleidigungen wie „scheiß tunten ihr seid so eklig“ und „ihr scheiß tunten gehört alle umgebracht“ attackiert. Weil die Betroffene als Punk auch als politische Gegnerin gelesen wurde sagte der Täter beim gehen auch, dass er stolz sei „rechts“ zu sein und nannte sie eine „linke fotze“.

Quelle: Berliner Register

LGBTIQ*-feindliche Beleidigung im Fahrstuhl am S-Warschauer Straße

30.06.26

Rassistische Sticker in der Lindenstraße

In der Lindenstraße wurden an einem Kasten fünf Sticker angebracht auf denen stand: „Mehr Mauern, weniger Migranten“.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Rassistische Sticker in der Lindenstraße