• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

29.09.26

Serie von Wolfsangeln im Samariter-Kiez unkenntlich gemacht 

Überwiegend in der Eldenaer Straße, aber auch in der Pettenkofer und Voigtstraße, wurde eine Serie von Wolfsangeln angebracht. In den Farben weiß, blau, braun, schwarz und gelb waren sie teils mit Pinsel gemalt und teils gesprüht. Angebracht wurden sie auf Fensterbänken, an Fassaden, Verteilerkästen und an Pfeilern. Gemeldet wurden mindestens 13 Stück, die alle unkenntlich gemacht wurden.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegungm Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Zusätzlich wurden im selben Gebiet acht weitere, der Wolfsangel sehr ähnlich sehende Schmierereien gemeldet, in den Farben weiß, schwarz, blau, lila. Auch diese wurden unkenntlich gemacht. In der Voigtstraße sahen die Schmierereien zwei Mal einem Hakenkreuz sehr ähnlich, lediglich der vierte Haken war nicht voll ausgeführt.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der „SA-Standarte Feldherrenhalle“ sowie dem „Nationalsozialistischen Schülerbund“ Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Serie von Wolfsangeln im Samariter-Kiez unkenntlich gemacht 

29.09.26

LGBTIQ*-feindliche Beleidigung in der Schreinerstraße

Gegen 17:20 Uhr wurde eine Transfrau in ihrem Wohnhaus in der Schreinerstraße von einem Mitbewohner LGBTIQ*-feindlich beleidigt.
Der Mann hatte in der Vergangenheit die Transfrau bereits mehrfach beleidigt und auch angegriffen. Trotz mehrerer Anzeigen bei der Polizei reagierte die Hausverwaltung bisher nicht.

Quelle: Bürger*innenmeldung

LGBTIQ*-feindliche Beleidigung in der Schreinerstraße