• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

28.05.2026

Beleidigung mit rassistischem Hintergrund am Schlesischen Tor

Eine weiß gelesene migrantische Barangestellte wurde von zwei Gästen beim Schließen des Lokals gefragt, ob es hier noch ein anderes Lokal mit „deutscher Bewirtschaftung“ gebe, da sie sich in nicht deutsch geführten Lokalen nicht wohlfühlen würden. Als die Barangestellte sagte, dass sie ebenfalls nicht deutsch sei, erwiderten die beiden Gäste, dass sie aber „deutsch genug“ aussehe. Die Aussage der Gäste, dass sie sich nur bei „weißer“ Bewirtschaftung wohlfühlen würden, wertet alle Menschen ab, die aus ihrer Sicht nicht als „weiß genug“ oder „deutsch genug“ gelten. Die Angestellte empfand die Aussage als rassistisch, fühlte sich beleidigt und bat die Gäste zu gehen. Das „Deutschsein“ wurde hier mit „Weißsein“ gleichgesetzt. Dies verweist auf eine Zugehörigkeit zur deutschen Bevölkerung, die über rassistische Zuschreibungen äußerer Merkmale definiert wird, und deutet auf ein rassistisch-völkisches Verständnis von Deutschsein hin.

Quelle: Berliner Register

Beleidigung mit rassistischem Hintergrund am Schlesischen Tor

27.05.2026

Antisemtische Schmiererei in der Böckhstraße

An einer Fassade in der Böckhstraße wurden zwei durchgestrichene Davidsterne angebracht. Zudem befand sich direkt daneben ein rotes Hamas-Dreieck.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Antisemtische Schmiererei in der Böckhstraße

26.05.2026

Antisemtische Beleidigung im Wassertor-Kiez

Eine Person, die am Kottbusser Damm „Death to the IDF!“- Sticker entfernte, wurde von einem etwa 30-jährigen Mann in aggressiver Weise antisemtisch beschmipft. Der Mann verfolgte die Person mit dem Fahrrad und beschimpfte ihn erneut auf der Admiralbrücke.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Antisemtische Beleidigung im Wassertor-Kiez