• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

18.12.25

Beleidigung gegen politische Gegnerschaft am Ostbahnhof

In einem Supermarkt am Ostbahnhof beleidigte ein Mann gegen 23:20 Uhr eine Junge Frau mit den Worten „du Drecks-Zeckenfotze“ und anderen sexistischen Sprüchen gegen politische Gegner*innen. Die Betroffene fühlte sich bedroht, auch weil rund 30 weitere Betrunkene, vermutlich rechte „Böhse Onkelz“ Fans, anwesend waren.
Am selben Abend fand ein Konzert der Band „Böhse Onkelz“ in einer Eventlocation in der Nähe statt, in dessen Umfeld es zu mehreren extrem rechten Vorfällen kam.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Beleidigung gegen politische Gegnerschaft am Ostbahnhof

17.12.2025

Böhse Onkelz Fans pöbeln und schubsen am Ostbahnhof

Am Abend vor dem Böhse Onkelz Konzert versammelten sich gegen 18:00 Uhr ca. 100 Fans der Band am Ostbahnhof und pöbelten verschiedene rechte Parolen, z. B. „Ostdeutschland“ oder „Remigration“. Als politische Gegner*innen gelesene Passant*innen wurden geschubst und mehrere Melder*innen fühlten sich zudem bedroht. Gegen 18:20 Uhr entfernten sich die Fans in Richtung Veranstaltungsort.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Böhse Onkelz Fans pöbeln und schubsen am Ostbahnhof

17.12.25

Rassistischer Vorfall auf dem RAW Gelände

Gegen 17:30 Uhr wurde eine Familie Opfer eines respektlosen und rassistischen Verhaltens durch einen Mitarbeiter eines Abschleppdienstes. Noch bevor das Auto für den Abschleppvorgang vorbereitet war, kam die Familie nach nur wenigen Minuten zurück. Der Mitarbeiter der Firma gab vor, den Vater (trotz guter Deutschkenntnisse) nicht zu verstehen und lachte die Familie provokant aus. Auch der Hinweis, dass sich Dokumente, Schulsachen der Tochter und lebensnotwendige medizinische Geräte und Medikamente im Auto befänden, wurden vom Mitarbeiter nicht beachtet. Zeug*innen versuchten die Familie bei ihren Bemühungen an die Sachen zu kommen erfolglos zu unerstützen. Während die Tochter bereits weinte, lachte der Mitabeiter die Familie weiter rassistisch und demütigend aus.
Die gerufene Polizei konnte nicht handeln, da sich der Vorfall auf einem Privatgelände ereignete.

Quelle: Berliner Register

Rassistischer Vorfall auf dem RAW Gelände