• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

05.06.26

Antisemtische Sticker am Planufer

Am Planufer, gegenüber der Synagoge am Fraenkelufer, wurden zwei Sticker entfernt, auf denen stand auf der linken Seite „Vergewaltiger, Nazis Mörder, Verbrecher“, auf der rechten Seite „Als Touristen getarnt unterwegs“ und unten drunter „Murderer Nazi Israelis YOU ARE NOT SAVE“.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Antisemtische Sticker am Planufer

05.06.2026

Bedrohung politischer Gegner*innen in der Friedenstraße

Gegen 0:45 wurde eine junge Frau vor ihrem Wohnhaus von einem augenscheinlichem Neonazi auf einem Fahrrad bedroht. Der Mann trug Militärkleidung, eine schuss- bzw. stichsichere Weste und war vermummt. Als er die links gelesene junge Frau sah, holte er ein Funkgerät aus der Tasche und sagte: „Hier ist eine von den Zecken“. Daraufin fuhr er schnell auf die Frau zu, die sich in den Hauseingang flüchten konnte. Die Situation erweckte den Anschein, dass eine über Funkkontakt in Verbingung stehende Gruppe gezielt Jagd auf politische Gegner*innen machte.

Quelle: Berliner Register

Bedrohung politischer Gegner*innen in der Friedenstraße

04.06.26

Antisemitische Schmierereien am Sommerbad Kreuzberg (Prinzenbad) und im Besselpark

Am Fotoschlitz des Kinderplanschbeckens im Sommerbad Kreuzberg wurde die angebrachte antisemistische Parole „FRISS KÄFER GOY!“ übermalt. Die Parole greift die Verschwörungserzählung auf, eine angeblich von Jüd*innen kontrollierte Elite wolle Nichtjüd*innen bevormunden und ihnen bestimmte Lebensweisen aufzwingen.
Im Besselpark, nahe des jüdischen Kindermuseums, wurde an einem Müllteimer die antisemitische Parole „THE GOYM KNOWS“ entdeckt. Der Ausdruck stammt aus antisemitischen Internet-Milieus und soll suggerieren, Nichtjüd*innen hätten angeblich geheime Machenschaften einer jüdischen Verschwörung „durchschaut“.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Antisemitische Schmierereien am Sommerbad Kreuzberg (Prinzenbad) und im Besselpark