• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

25.04.2026

Racial Profiling am Moritzplatz

Sechs Polizisten drücken gegen 19 Uhr einen Schwarzen Mann (Straßenmusiker) im U-Bhf. Moritzplatz nach unten auf den Boden, vier weitere Polizisten stehen um ihn herum. Auf einer Videoaufzeichnung auf Instagram ist dies zu sehen und es ist zu hören, wie der Mann laut schreit: „Stop it, I can’t breathe, Help und I’m not resisting“ (Hört auf,  Ich kann nicht atmen, Hilfe, Ich leiste keinen Widerstand).
Es wurde bekannt, das sich die Polizei aufgrund einer Vermisstensuche im Bahnhof aufhielt und die laute Musik des Musikers den Einsatz behinterte, weil erforderliche Funkgespräche und Durchsagen am Bahnhof nur sehr eingeschränkt möglich waren. Darauf hin wurde darum gebeten, die verstärkte Musik leiser zu stellen. Der Musiker folgte der Aufforderung, drehte jedoch nach kurzer Zeit die Lautstärke wieder auf. Er wurde von den Polizisten erneut angesprochen und ging dann Richtung Ausgang, wobei er die Beamten beleidigt haben soll, was zur Festnahme führte.
Den Instagram-Post kommentierte der Betroffene selbst mit einer anderen Darstellung: `Auf Bitten der Polizei habe er die Musik leiser gestellt, doch die Polizei habe ihn nicht in Ruhe gelassen. Also habe er den U-Bahnhof verlassen wollen. Ein Polizist habe ihn von hinten gepackt und zu Boden gebracht. Er sei angegriffen und geschlagen worden.´
Da die betroffene Person nicht aggressiv in Erscheinung trat, kann das Verhalten der Polizei aus unverhältnismäßig und als Racial Profiling eingestuft werden.

Quelle: Instagram, Tagesspiegel und Morgenpost vom 04.05.26

Racial Profiling am Moritzplatz

24.04.26

Rassistische Beleidigung in Kreuzberger Stadtteilzentrum

Während eines Solicafés wurde eine Mitarbeiterin gegen 11:00 Uhr von einer Person muslimfeindlich beleidigt. Weitere Informationen werden nicht veröffentlicht.

Quelle: Kreuzberger Stadtteilzentrum

Rassistische Beleidigung in Kreuzberger Stadtteilzentrum

23.04.26

Rassismus und Sozialchauvinismus in der East-Side-Mal

In der Easte-Side-Mal kam zu einer rassistischen Beleidigung durch Securitypersonal. Eine asiatisch gelesene Frau wurde abwertend mit „China“ angesprochen, worauf ihr Begleiter die Polizei rief, um Anzeige wegen Beleidigung zu erstatten. Als Reaktion auf die Strafanzeige, sprach der Securitymann ein Hausverbot, u. a. wegen Containern, gegen das Päärchen aus, angeblich auf Anweisung der Centerleitung, was auf Nachfrage jedoch nicht bestätigt worden sein soll. Die Betroffenen haben zudem eine Beschwerde beim Centermanagement eingereicht.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Rassismus und Sozialchauvinismus in der East-Side-Mal