• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

08.10.26

Antisemitischer Angriff auf Ladeninhaber in der Falckensteinstraße

Gegen 19:00 Uhr griffen fünf bis sechs Jugendliche erneut den Betreiber eines Landens in der Falckensteinstraße an. Sie setzten Pfefferspray gegen den Rollstuhlfahrer ein. Als er laut um Hilfe schrie, verschwanden die Angreifer. Wenige Minuten später kehrten sie zurück, setzten erneut Pfefferspray ein und schlugen mit Feuerlöschern auf den Kopf des Ladenbetreibers. Dies hatte stark blutende Wunden zur Folge, eine größere am Hinterkopf und Abwehrverletzungen am Arm.

(siehe auch 07.10.26 Antisemitischer Angriff auf Ladeninhaber in der Falckensteinstraße und 09.10.26 Sachbeschädigung in der Falckensteinstraße)

Quelle: Tagesspiegel und ND vom 10.10.26, Instagram und taz vom 12.10.26

Antisemitischer Angriff auf Ladeninhaber in der Falckensteinstraße

07.10.26

Erneut Serie von Wolfsangeln im nördlichen Friedrichshain

Überwiegend in der Rigaer und der Voigtstraße wurde eine wieder neue angebrachte Serie von Wolfsangeln erneut unkenntlich gemacht.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegungm Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der „SA-Standarte Feldherrenhalle“ sowie dem „Nationalsozialistischen Schülerbund“ Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.

Quelle: Bürger*innenmeldungen

Erneut Serie von Wolfsangeln im nördlichen Friedrichshain

07.10.26

Serie von Wolfsangeln im südlichen Friedrichshain

Am Boxhagener Platz und Umgebung, in der Libauer Straße und in der Gabriel-Max-Straße wurde eine angebrachte Serie von Wolfsangeln unkenntlich gemacht. In den gleichen Straßen und zusätzlich in der Mainzer und Scharnweberstraße angebrachte, der Wolfsangel und dem Hakenkreuz sehr ähnlich sehende, Symbole ebenfalls unkenntlich gemacht.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegungm Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der „SA-Standarte Feldherrenhalle“ sowie dem „Nationalsozialistischen Schülerbund“ Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.

Quelle: Bürger*innenmeldungen, Berliner Register

Serie von Wolfsangeln im südlichen Friedrichshain