• FriedhofHallesches

Jeder Vorfall wird nach Art, Motiv, Datum und Ort zugeordnet. Die Chronik bildet die Grundlage für die Auswertung der Vorfälle im Bezirk und erstellt so ein Abbild von Alltagsrassismus.

Wenn ein Vorfall gemeldet wird, der mehrere Motive beinhaltet, wird er der Katergorie zugeordnet, die höherwertig ist.
Beispiel: Eine Person wird erst rassistisch beleidigt und dann geschlagen. In der Chronik wird der Angriff geführt, nicht die Beleidigung. Damit ist gewährleistet, daß jeder gemeldete Vorfall nur einmal erfaßt wird.

Grundsätzlich werden alle gemeldeten Vorfälle anonymisiert veröffentlicht.
Sollte jedoch auch trotz Anonymisierung ein Rückschluss z. B. auf den Wohn– oder Arbeitsort einer angegriffenen Person möglich sein, wird der Vorfall zum Schutz des Opfers nicht in der Chronik veröffentlicht. Vorfälle in Kitas oder Bildungseinrichtungen werden zum Schutz der Betroffenen unter bezirksweit vermerkt, um keine Rückschlüsse auf die Einrichtung ziehen zu können.

Wird ein Vorfall gemeldet, der nach Art und Motiv nicht konkret zugeordnet werden kann, wird dieser nicht in der Chronik erfaßt. Er kann intern vermerkt werden und in die inhaltliche Auswertung einfließen.

12.01.2026

Hakenkreuz am Moritzplatz

An einem Pfeiler am U-Bhf. Moritzplatz wurde ein Hakenkreuz mit Edding geschmiert. Dies wurde bereits von einer Person durch zusätzlichen Bemalung, u. a. mit einem Herz und einem Smiley umgedeutet. Eine weitere Person hat daraufhin das Hakenkreuz mit weißer Farbe neu übermalt und wieder kenntlich gemacht. Zudem wurde an eine Stromkasten in unmittelbarer Nähe des U-Bahnzugangs der Schriftzug „Kindermörder Israel“ mit schwarzem Edding hinterlassen.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Hakenkreuz am Moritzplatz

10.01.2026

Propagandavideo in der Rigaer Straße aufgenommen und Anwohner*innen eingeschüchtert und bedrängt

Gegen 14 Uhr filmten vier, teilweise vermummte Neonazis aus Deutschland und den Niederlanden in der Rigaerstraße. Im direkt auf Instagram veröffentlichten Video wurden Falschmeldungen verbreitet (z. B. über ein angeblich von der Antifa besetztes Haus in dem keine Miete gezahlt wird, Anwohner*innen werden als Junkies bezeichnet). Das Video sollte Angst schüren, der man sich weiß, kämpferisch entgegen zu stellen. Zu dem geäußerten Spruch „Deutschland zuerst“ z. B. wurde eine geballte Faust gezeigt. Einem, in einem Erdgeschoss wohnenen Anwohner, der sich durch Aufnahmen durch das Schließen seines Fensters schützen wollte, wurde das Fenster gewaltvoll aufgedrückt, bis er es schaffte zu schließen.
Bereits am Vorabend wurde eine Scheibe im Erdgeschoss eingeschlagen, eine Bank neben einer Tür umgeworfen und Müll auf dem Gehweg verteilt. Ob es zwischen den Vorfällen einen Zusammenhang gibt, ist unklar.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Propagandavideo in der Rigaer Straße aufgenommen und Anwohner*innen eingeschüchtert und bedrängt

07.01.26

Antisemitische NS-Runen-Schmiererei am Südstern

Am WC-Häuschen am Südstern wurde mit schwarzem Edding „STOP ISSRL TERROR“ geschmiert. Das Doppel S in ISSRL war als SS-Rune dargestellt.

Quelle: Bürger*innenmeldung

Antisemitische NS-Runen-Schmiererei am Südstern